3. Biblische Fundamente

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Da es sich bei den Anbetungstreffen in Galiläa um eine ganz speziell ausgerichtete Zeit mit einem geistlichen Ziel handelt, ist es von äußerster Wichtigkeit, dass alle, die teilnehmen, ausreichend eines Sinnes sind, was geistliche und theologische Fragen anbetrifft.

Wenn wir uns dem Herrn so hingeben, wie wir es tun werden, wird der Zustand des persönlichen Lebens von jedem einzelnen die gemeinschaftliche Dynamik der Gruppe beeinflussen. Ungeklärte Dinge in wichtigeren Bereichen unseres Lebens werden uns wahrscheinlich daran hindern, uns völlig hinzugeben, und uns für geistliche Attacken angreifbar machen. Könnt ihr sagen, dass euer Leben – soweit es euch bewusst ist – frei ist von ungelösten größeren Sachen, die den Fluss des Geistes durch euch behindern würden? Einige Gebiete, die man vielleicht bedenken sollte, wären: Eheprobleme, Gewohnheitssünden, größere Finanz- und Beschäftigungsprobleme und auch ungeklärte Beziehungen mit Menschen aus unserem Kreis.

 

Um vor den Herrn in Einheit des Herzens treten zu können, ist es nicht erforderlich, dass wir in allen doktrinären Punkten übereinstimmen. Es gibt jedoch einige Schriftstellen zum Thema Israel und Anbetung, bei denen ihr einige unserer Gedanken kennen solltet.

 

  1. Mose 12:3

Obwohl dies eine sehr bekannte Schriftstelle ist, kann man die volle Bedeutung nur aus dem hebräischen Text erkennen. In den übersetzten Versionen heißt es meistens: „…und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.“ Die korrektere Übersetzung des hebräischen Texts ist: „Den, der dich gering achtet, werde ich bitterlich verfluchen.“ Das bringt uns weit über die Ebene des schlechten Redens, jemandem Böses wünschen oder über tatsächliche Fluchworte hinaus. Wir verstehen die hebräischen Worte so, dass es auch darum geht, jemandem den Segen oder die Ehre, die ihm zusteht, vorzuenthalten. Wir glauben, dass man einen bitteren Fluch auf sich zieht, wenn man die Kinder Israels nicht so achtet, wie Gott es tut. Die Tatsache, dass sich die Mehrheit der bekennenden Christen in der Welt entweder dessen nicht bewusst ist oder sich sogar dagegen stellt, würde dann bedeuten, dass wahrscheinlich ein Fluch auf ihnen ist. Das Blut des Messias bewahrt uns nicht vor den Konsequenzen, wenn man nicht in Gottes Wegen wandelt … die so unveränderlich sind wie sein Wesen.

 

 

Mathäus 25:31-46

Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass sich Jeshua, wenn er von den „geringsten seiner Brüder spricht“, auf Seine natürlichen Brüder, die Juden, bezieht. Die Konsequenzen dieser Perspektive sind dramatisch. Wie „sie“ diese Seine Brüder behandelten, das bestimmte ihr ewiges Schicksal. Lasst uns das einmal genauer anschauen. Jeshua trennt alle Völker in zwei Gruppen … geistlich lebendige und geistlich tote … die, die zu Ihm gehören, und die, die es nicht tun. Er spricht zu ihnen über eine andere Gruppe in solch einer Weise, dass sie verstehen sollen, dass diese Brüder nicht zu denjenigen gezählt werden sollen, die Er gerade anspricht. Während Er mit den „Erretteten“ spricht, bezieht Er sich auf diese andere Gruppe als Seine Brüder … nicht eure Brüder oder unsere Brüder. Wir sind davon überzeugt, dass sie, wenn sie Seine geistlichen Brüder wären, in der Gruppe der erretteten Personen gewesen wären und Er sie auch anders bezeichnet hätte. Deshalb schlussfolgern wir, da das Wort, das mit „Brüder“ übersetzt wird, sich auf natürliche Brüder oder auf geistliche beziehen kann, dass sie nur seine natürlichen Brüder sein können. Früher dachten wir, dass sich dieser Abschnitt auf die Schwachen und Armen in der Gesellschaft bezieht. Als mir (Arni) klar wurde, dass sich dieses Gleichnis auf die Juden bezieht, war das eine so gewaltige Offenbarung, dass ich zwei Jahre lang nicht darüber sprechen konnte. Wir vertreten hier keinen intellektuellen Standpunkt, sondern sind der Überzeugung, dass das korrekte Verständnis dieses Gleichnisses unsere Sichtweise beeinflussen wird, was die Wichtigkeit Israels in Gottes Plan und die unserer Treffen im Land anbetrifft.

 

Mathäus 23:39

„…denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!““

Dieser Vers wird von den meisten so verstanden, dass die Wiederkunft des Herrn nicht stattfinden wird, bis eine entscheidende Anzahl der Kinder Israels erkannt hat, dass Jeshua der Messias, der Sohn Gottes, ist.

 

Römer 11:11

„…Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.“

Mit anderen Worten, Gottes Hauptabsicht und vornehmliches Anliegen darin, die Nationen zu Hütern der Offenbarung der Errettung zu machen, ist, dass sie die Juden zur Eifersucht reizen sollen. Es ist eine gute, aber gesonderte Frage, was sie zur Eifersucht reizen wird. Wir möchten hier den Punkt betonen, dass der Platz, den diese Angelegenheit auf der Prioritätenliste der Gläubigen aus den Nationen hat oder eben nicht hat, eine große Rolle spielt.

 

 

Römer 11:15

„Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten?“

Wir schließen daraus, dass die gesamte Heerschar des Königreichs der Finsternis sich dagegen stemmen wird, dass dies geschieht, und dass Israels Erkenntnis von Jeshua als Messias der Hauptschlüssel für die Freisetzung der Herrlichkeit Gottes auf Erden ist.

 

Römer 12:1

„Ich ermahne euch nun, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst…“

 

Den folgenden Gedanke haben wir in einem früheren Brief beschrieben, aber wir haben den Eindruck, dass wir ihn nochmals erläutern sollten. Dieser Vers drückt das Kernanliegen unseres Treffens aus und beinhaltet wahrscheinlich eine Sichtweise, die davon abweicht, wie viele eine solche Zeit angehen würden. Wir kommen nicht, um etwas für uns selbst zu empfangen. (Was nicht heißt, dass wir das nicht tun werden.) Wir möchten euch darum bitten, darüber nachzudenken, wie solch eine Erfahrung wohl aussehen und sich anfühlen mag. Ihr Lieben, Anbetung ist die Reaktion auf die Gegenwart Gottes. Es ist unsere Reaktion auf das, was Er bereits getan hat, und nicht etwas, das wir tun, um mehr zu bekommen. Wie sollte es sonst ein Opfer genannt werden?

 

Mathäus 26:7-13

„… trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Glas mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß. Als das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung? Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können. Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was betrübt ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. Dass sie das Öl auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie für mein Begräbnis getan. Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.“

 

Wenn wir eine Geschichte aus der Bibel wählen sollten, die beispielhaft zeigt, wie ein lebendiges Opfer aussieht, und die das Herzensanliegen unserer Treffen beschreibt, dann wäre es diese. In Jeshuas gesamten irdischen Dienst ist das die einzige festgehaltene Begebenheit, wo jemand kam, um Ihm etwas zu geben, und nicht, um etwas zu empfangen. Nicht einmal Seine engsten Jünger verstanden, was da geschah.

 

Jesaja 62:1-7 … besonders 1,6,7

Unser Vater teilt uns etwas aus der Tiefe Seines Wesens mit. Könnt ihr euch vorstellen, wie Er Sich fühlt? Teilt uns bitte in ein paar Sätzen mit, was das mit euch macht.

 

 

Wir freuen uns darauf, von euch zu hören. Bitte richtet eure Antworten, Kommentare und alle Fragen an eure(n) Gruppenkoordinator(in) und an arni@emmausway.org.

 

by Voyage